Reiselust: Schluchsee und Wutachschlucht (Schwarzwald)

Im Hochschwarzwald finden sich einige schöne Ziele für eine Reise, hier soll es heute um den Schluchsee und die Wutachschlucht gehen (Beitragsfoto: Aufgenommen mit einem rosa Filter, der „rosaroten“ Brille sozusagen).

Schluchsee

Der größte See im Schwarzwald gilt als einer der saubersten Seen in Deutschland, er ist gute 5 Quadratkilometer groß, 7,5 km lang und 1,4 km breit. Der See war zu früheren Zeiten ein Gletschersee, mittlerweile ist er ein Stausee.

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An der Nordseite des Sees führt die Bahnlinie entlang, die in Seebrugg ihre Endstation hat. Der Parkplatz am Bahnhof Seebrugg ist somit ein guter Ausgangspunkt für die Schluchsee-Umrundung, die insgesamt 18 km umfasst (ca. 6 Stunden Gehzeit). Denn falls das Wetter oder die Lust und die eigenen Füße unterwegs nicht mehr mitspielen, besteht die Möglichkeit, ab Aha den Bummelzug über Schluchsee nach Seebrugg zurück zu nehmen. Jedenfalls wenn man ab Seebrugg südlich, mit dem Uhrzeiger um den See geht, es sind ab Aha nur wenige Minuten Fahrzeit im Zug. Unterwegs gibt es auch mehrere Einkehrmöglichkeiten, kurz nach dem Bahnhof Seebrugg z.B. ist ein Biergarten (nach Überquerung der Staumauer), auf der halben Strecke findet sich der Unterkrummenhof (http://www.unterkrummenhof.info/ – tolles Haus, schöne Aussicht und lecker!). Auf dieser Seeseite ist der Weg auch viel schöner, denn er führt am Wald entlang, während auf der Strecke zwischen Aha und Seebrugg eben die Gemeinden liegen.

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Rechts oben erkennt man noch Schneereste

Theoretisch könnte man also auch nur die „untere“ Seite im Süden entlanglaufen, im Unterkrummenhof einkehren, bis Aha zum Bahnhof laufen (dort gibt es auch einen Kiosk, falls der Zug nicht gleich kommt, kann man dort ein Eis schnabulieren) und dann den Zug zum Parkplatz am Bahnhof Seebrugg zurücknehmen – was wir praktisch ausgeführt haben und nicht bereuen. Zeitlich wäre diese Tour mit einer großzügigen Einkehr mit ca. 4 Stunden zu veranschlagen.

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Die weißen Stellen im Wald sind ebenfalls Schneereste

Die Wanderung fand Ende April statt, es lag sogar noch Schnee im Schwarzwald, daher war zu dieser Zeit wenig los; im Sommer sieht es sicherlich anders aus, das bitte in der Planung berücksichtigen.

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Kurz vor Aha, auf der anderen Seeseite angelangt

Am See findet der Naturfreund viele Möglichkeiten, tolle Beobachtungen zu machen. Dieses Gimpelpärchen war auf Nahrungssuche in den Bäumen am Ufer, die perfekte Kulisse für ein Foto. Das Licht hat auch gepasst, manchmal muss man eben Glück haben.

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Weiblicher Gimpel oder Dompfaff, am Ufer des Schluchsees

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Der farbenprächtigere männliche Gimpel, auch Dompfaff genannt

Der Schluchsee durch die rosarote Brille (bzw. Filter, folgendes Bild) sieht besonders verlockend aus, aber das hat er gar nicht nötig. Er ist auch ohne Filter ein lohnenswertes Ziel.

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Wutachschlucht

Für einen mehrtägigen Kurztrip in den Schwarzwald bietet sich der baden-württembergische Canyon als weiterer Programmpunkt an. Die Wutachschlucht ist allerdings nicht für jeden geeignet, da es teilweise hoch über dem Wasser entlang geht. Die Wege sind aber gut gesichert, d.h. für Leute mit einer milden Form von Höhenangst durchaus machbar. Ich bin selbst nicht schwindelfrei, allerdings kommt es für mich immer auf die spezielle Situation an. Man läuft selten direkt am Abhang, ein Geländer schützt vor Stürzen. Meistens sind Abstufungen oder Hänge vorhanden, nur selten steht man direkt am Abgrund, es gab nur eine Stelle, die ein bißchen für Herzklopfen gesorgt hatte. Mir fiel es aber leicht, mich zu überwinden, da die Wutachschlucht für ihre Schönheit und Biodiversität bekannt ist. Man sollte natürlich stets mit gutem Schuhwerk und Vorsicht bei geeignetem Wetter wandern gehen, dann sind die größten Risiken schon gebannt.

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Die Wutach am Kanadiersteg

Da ein Abschnitt der Wutachschlucht aufgrund eines Bergrutsches gesperrt war, musste man einen kleinen Umweg laufen. Startpunkt war die Wutachmühle, ein Parkplatz mit Kiosk, der vom Wanderbus angefahren wird (im Winter nicht). Falls man keine komplette Rundtour bis zum Auto zurück machen möchte, kann man also den Rückweg mit dem Bus bewältigen. Nun folgt man also dem beschilderten Weg bis zum Kanadiersteg (überdachte Holzbrücke), den man überquert, weil der Weg geradeaus eben gesperrt war (am besten vorher informieren, ob die Sperrung noch vorhanden ist).

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Im Wald: Frühlings-Platterbse

Der Weg führt noch ein Stück durch den Wald hinauf auf Feldwege um den Bergrutsch zu umgehen, nach ca. 1km geht es dann wieder Richtung Wald/Schlucht. Nach kurzer Zeit dann beginnt der Weg entlang den Felsen, es geht also hoch hinaus. Die Landschaft ist wunderschön, die klare Wutach weckt die Lust baden zu gehen oder noch ein wenig zu verweilen. Viele verschiedene Schmetterlinge tänzeln in der Luft, machen hin und wieder eine kleine Verschnaufpause auf einer bunten Blüte und stärken sich an ihr.

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Kleiner Kohlweißling

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Der Weg entlang der Wutach führt mal hoch über sie, an den Felsen entlang, mal unten am Wasser und ist dadurch abwechslungsreich. Ein erster Grill- bzw. Rastplatz ist an der Schurhammerhütte vorhanden (einer Schutzhütte), der zweite Rastplatz findet sich im ehemaligen Kurort Bad Boll. Übrig geblieben sind ein paar Mauerreste, eine Ruine auf dem Berg und eine halb verfallene Kapelle, die wohl wieder aufgebaut werden soll, zumindest sind Baugerüste installiert. Für Urbex/Lost Places-Fans ist diese Tour also besonders interessant.

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Wer nicht die ganze Tour bis zur Schattenmühle (oder noch weiter, der Schluchtensteig umfasst 118 km insgesamt) machen möchte oder kann, hat die Möglichkeit den Wanderbus zurück zu nehmen: Vom ehemaligen Bad Boll sind es ca. 1,3 km nach Boll, einem kleinen Örtchen und einer entsprechenden Haltestelle. Die Wartezeit kann man in einem Gasthaus versüßen (Öffnungszeiten siehe hier). Diese Strecke – von der Wutachmühle bis Boll – beträgt ca. 10 km.

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Eine (entspannende) Foto-Tour in die Vulkaneifel

Komm mit mir in die Vulkaneifel. Aber nimm Dir Zeit, mach es Dir davor bequem, falls Du das nicht sowieso schon getan hast. Gönn Dir diese kleine Auszeit bewußt. Ein ruhiges Plätzchen, an dem man nicht gestört wird, ist ideal. Dann atme ein paar Mal bewußt tief ein und aus. Komm erst mal richtig an…

Im Wald

Für ein audio-visuelles Erlebnis, empfehle ich solche Ambient Sounds, hier „Primeval Forest“: https://mynoise.net/NoiseMachines/primevalEuropeanForestSoundscapeGenerator.php (Hintergrund-Sound)

Oder wer lieber Musik mag, ich finde den Song „Fountain“ von iamamiwhoami perfekt: dazu: https://www.youtube.com/watch?v=bRazgMj_cfE (ist auch ein tolles Video)

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Wald am Holzmaar

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Riesige Baumpilze

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Viele verschiedene Moose sind im Wald zu sehen

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Manche Bäume sind regelrecht im Moos verschwunden

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Farn, eine der ältesten Pflanzen der Erde

Am Wasser

Ambient Sound, hier z.B. „Waterfall“: https://mynoise.net/NoiseMachines/waterSpringStreamNoiseGenerator.php

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Weinfelder Maar – Maare sind Vulkanseen

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Vulkankrater, im NSG Mosenberg, der einzige wassergefüllte nördlich der Alpen

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Am Bergkratersee (s.o.)

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Schalkenmehrener Maar

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Im Moseltal

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Möwen sind zahlreich an der Mosel

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Nilgans

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Wasserfälle bei Burg Pyrmont

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Burg Pyrmont

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Unten im Tal unter Burg Pyrmont

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Dieser Wasserfall befindet sich an dem Türmchen (links zu erahnen)

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Die märchenhafte Burg Eltz

 

Kraniche

Kranichrufe: http://www.vogelstimmen.de/html/content_link.php?link=www.xeno-canto.org/sounds/uploaded/ZNCDXTUOFL/XC124500-Grus_grus_Poland_Jarek_Matusiak_20130310-030.mp3

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Kraniche hört man schon von weitem, bevor man sie sieht…

 

Die Vulkaneifel war selbst jetzt, im Winter (Februar), sehr beeindruckend, ich hoffe, ich konnte es ein wenig vermitteln und euch erfreuen.

Bad Uracher Wasserfall

Wanderlust: Bad Uracher und Gütersteiner Wasserfälle

Bad Urach (Schwäbische Alb, Landkreis Reutlingen) ist ein kleiner, beschaulicher Ort. Die Wasserfälle sind eine beliebte Attraktion und 2016 ist der Wasserfallsteig sogar zu Deutschlands schönstem Wanderweg (Wandermagazin) gekürt worden. Eine gute Gelegenheit, einen Trip zu planen und sich einen Anlass zur Vorfreude zu schaffen!

Bad Uracher Wasserfall

Bad Uracher Wasserfall

Bad Urach ist ungefähr eine halbe Stunde (Auto) von Reutlingen entfernt. Für Wanderlustige dürfte das Städtchen nun in ganz Deutschland bekannt sein, denn dieses Jahr wurde der Wasserfallsteig zum schönsten Wanderweg gekürt. Liegt es vielleicht daran, dass man zu den Wasserfällen auch ohne kilometerlanges Wandern gelangt? Denn ungefähr 10 Minuten Fußweg sind es vom letzten Parkplatz (Maisental), keine steilen Anstiege, einfach nur das Tal entlang, am schönen Brühlbach.

Malerischer Fußweg zwischen Parkplatz und Wasserfall

Malerischer Fußweg zwischen Wasserfall und Maisental-Parkplatz

Die Wanderwege von Bad Urach sind laut Touristikseite bis 31. März nicht begehbar, wir sind damals sogar schon am 29. März gelaufen. Klar, es hängt natürlich vom Wetter ab, bei solchen milden Temperaturen wie wir sie hatten, geht es somit auch früher. So bietet es sich an bereits jetzt zu planen, vor allem die Leute, die eine längere Anfahrt haben. Das schönste ist es doch, durch frühzeitiges Planen die Vorfreude zu stimulieren. Zu sehen gibt es genug, die Landschaft ist wild-romantisch. Daher macht man sich besser vorher Gedanken, denn in der Region gibt es viele weitere schöne Landschaften und Sehenswürdigkeiten.

Beeindruckendes Wurzelwerk

Beeindruckendes Wurzelwerk nahe am Wasserfall

Wer möchte, kann danach auch noch die Ruine Hohenurach erkunden, die von den Wasserfällen aus bereits zu sehen ist.

Blick von den Wasserfällen zur Burgruine Hohenurach

Blick von den Wasserfällen zur Burgruine Hohenurach

Wir haben die Tour „modifiziert“: Die Wasserfälle liegen laut Beschreibung der Touristik-Webseite am Startpunkt, wir wollten sie dagegen als Highlight, am Ende des Weges, haben. Gestartet wird demnach nach dem Parkplatz rechter Hand, über das Vorwerk Güterstein mit seinen Stutfohlen (weibl. Fohlen), das zum Landgestüt Marbach gehört. Danach geht es hoch in den Wald, vorbei an den Gütersteiner Wasserfällen, die zwar kleiner sind, aber an Attraktivität nichts einbüßen. Bis auf die Albhochfläche hinauf, ist alles gut machbar, auch wenn man keine Sportskanone ist (zur Not einfach einen Gang zurückschalten).

Pferdekoppeln säumen den Wanderweg

Pferde sind fast allgegenwärtig (hier: Albhochfläche, Vorwerk Fohlenhof)

Oben auf der Albhochfläche sind weitere Außenstellen des Landgestüts, Pferdekoppeln sind nahezu allgegenwärtig. Für Pferdefreunde ist Bad Urach und die Umgebung ein wahres Paradies. Beim Vorwerk Fohlenhof, wo ebenfalls ein Teil der Fohlen aufgezogen wird, findet sich ein Grillplatz, für den kleinen Hunger zwischendurch. Es empfiehlt sich eine Jacke mitzunehmen, auch wenn die Sonne scheint, denn der Wind auf solchen Hochflächen setzt einem erfahrungsgemäß auch dann zu.

Ausblick von der Albhochfläche Richtung Hohenurach

Ausblick von der Albhochfläche am Rutschenfelsen in Richtung Hohenurach

Die Anstrengung lohnt sich spätestens am Ausblick Rutschenfelsen, den Kalkabbrüchen, von wo aus man das bezaubernde Panorama genießen kann. Geologisch bietet die schwäbische Alb verständlicherweise Einiges, wer sich besonders für diesen Aspekt interessiert, kann sich z. B. auf der Seite Geopark Schwäbische Alb weiter informieren (sowie weitere Anregungen für Ausflüge holen).

Der Rutschenfelsen

Der Rutschenfelsen

Wir waren ca. vier Stunden unterwegs, in gemütlichem Tempo und mit mehreren Pausen. Von der Strecke her müssten es in etwa 11 km sein, vom Anspruch her würde ich sie mittel bewerten.

Direkter Ausblick auf die Ruine Hohenurach

Direkter Ausblick vom Rutschenfelsen auf die Ruine Hohenurach

Das Wetter war geradezu perfekt Ende März (2014), nicht zu warm und nicht zu kalt, klarer Himmel und Sonnenschein. Aber ich bin sicher, selbst bei Wolken ist die Tour lohnenswert.

Der entlaubte Wald im Tal

Der entlaubte Wald im Tal

Über den Uracher Wasserfällen gibt es in der warmen Jahreshälfte die Möglichkeit zur Erfrischung und Stärkung an der bewirteten Wasserfallhütte. Man sitzt unter den Bäumen, im Grünen – Balsam für die Stadt-Seele.

Totholz mit Baumpilzen

Totholz mit Baumpilzen

Nach der Wasserfallhütte geht es dann zum absoluten Highlight, den Uracher Wasserfällen. Der höchste Wasserfall (37 m) der schwäbischen Alb ist ein angemessener Schlußpunkt und entläßt den Wanderer mit einem leisen Glücksgefühl.

Die Bad Uracher Wasserfälle sind die höchsten Wasserfälle der schwäbischen Alb

Die Bad Uracher Wasserfälle sind die höchsten Wasserfälle der schwäbischen Alb

Blick von den Wasserfällen Richtung Hohenurach

Blick von den Wasserfällen Richtung Hohenurach