Reiselust: Schluchsee und Wutachschlucht (Schwarzwald)

Im Hochschwarzwald finden sich einige schöne Ziele für eine Reise, hier soll es heute um den Schluchsee und die Wutachschlucht gehen (Beitragsfoto: Aufgenommen mit einem rosa Filter, der „rosaroten“ Brille sozusagen).

Schluchsee

Der größte See im Schwarzwald gilt als einer der saubersten Seen in Deutschland, er ist gute 5 Quadratkilometer groß, 7,5 km lang und 1,4 km breit. Der See war zu früheren Zeiten ein Gletschersee, mittlerweile ist er ein Stausee.

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An der Nordseite des Sees führt die Bahnlinie entlang, die in Seebrugg ihre Endstation hat. Der Parkplatz am Bahnhof Seebrugg ist somit ein guter Ausgangspunkt für die Schluchsee-Umrundung, die insgesamt 18 km umfasst (ca. 6 Stunden Gehzeit). Denn falls das Wetter oder die Lust und die eigenen Füße unterwegs nicht mehr mitspielen, besteht die Möglichkeit, ab Aha den Bummelzug über Schluchsee nach Seebrugg zurück zu nehmen. Jedenfalls wenn man ab Seebrugg südlich, mit dem Uhrzeiger um den See geht, es sind ab Aha nur wenige Minuten Fahrzeit im Zug. Unterwegs gibt es auch mehrere Einkehrmöglichkeiten, kurz nach dem Bahnhof Seebrugg z.B. ist ein Biergarten (nach Überquerung der Staumauer), auf der halben Strecke findet sich der Unterkrummenhof (http://www.unterkrummenhof.info/ – tolles Haus, schöne Aussicht und lecker!). Auf dieser Seeseite ist der Weg auch viel schöner, denn er führt am Wald entlang, während auf der Strecke zwischen Aha und Seebrugg eben die Gemeinden liegen.

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Rechts oben erkennt man noch Schneereste

Theoretisch könnte man also auch nur die „untere“ Seite im Süden entlanglaufen, im Unterkrummenhof einkehren, bis Aha zum Bahnhof laufen (dort gibt es auch einen Kiosk, falls der Zug nicht gleich kommt, kann man dort ein Eis schnabulieren) und dann den Zug zum Parkplatz am Bahnhof Seebrugg zurücknehmen – was wir praktisch ausgeführt haben und nicht bereuen. Zeitlich wäre diese Tour mit einer großzügigen Einkehr mit ca. 4 Stunden zu veranschlagen.

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Die weißen Stellen im Wald sind ebenfalls Schneereste

Die Wanderung fand Ende April statt, es lag sogar noch Schnee im Schwarzwald, daher war zu dieser Zeit wenig los; im Sommer sieht es sicherlich anders aus, das bitte in der Planung berücksichtigen.

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Kurz vor Aha, auf der anderen Seeseite angelangt

Am See findet der Naturfreund viele Möglichkeiten, tolle Beobachtungen zu machen. Dieses Gimpelpärchen war auf Nahrungssuche in den Bäumen am Ufer, die perfekte Kulisse für ein Foto. Das Licht hat auch gepasst, manchmal muss man eben Glück haben.

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Weiblicher Gimpel oder Dompfaff, am Ufer des Schluchsees

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Der farbenprächtigere männliche Gimpel, auch Dompfaff genannt

Der Schluchsee durch die rosarote Brille (bzw. Filter, folgendes Bild) sieht besonders verlockend aus, aber das hat er gar nicht nötig. Er ist auch ohne Filter ein lohnenswertes Ziel.

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Wutachschlucht

Für einen mehrtägigen Kurztrip in den Schwarzwald bietet sich der baden-württembergische Canyon als weiterer Programmpunkt an. Die Wutachschlucht ist allerdings nicht für jeden geeignet, da es teilweise hoch über dem Wasser entlang geht. Die Wege sind aber gut gesichert, d.h. für Leute mit einer milden Form von Höhenangst durchaus machbar. Ich bin selbst nicht schwindelfrei, allerdings kommt es für mich immer auf die spezielle Situation an. Man läuft selten direkt am Abhang, ein Geländer schützt vor Stürzen. Meistens sind Abstufungen oder Hänge vorhanden, nur selten steht man direkt am Abgrund, es gab nur eine Stelle, die ein bißchen für Herzklopfen gesorgt hatte. Mir fiel es aber leicht, mich zu überwinden, da die Wutachschlucht für ihre Schönheit und Biodiversität bekannt ist. Man sollte natürlich stets mit gutem Schuhwerk und Vorsicht bei geeignetem Wetter wandern gehen, dann sind die größten Risiken schon gebannt.

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Die Wutach am Kanadiersteg

Da ein Abschnitt der Wutachschlucht aufgrund eines Bergrutsches gesperrt war, musste man einen kleinen Umweg laufen. Startpunkt war die Wutachmühle, ein Parkplatz mit Kiosk, der vom Wanderbus angefahren wird (im Winter nicht). Falls man keine komplette Rundtour bis zum Auto zurück machen möchte, kann man also den Rückweg mit dem Bus bewältigen. Nun folgt man also dem beschilderten Weg bis zum Kanadiersteg (überdachte Holzbrücke), den man überquert, weil der Weg geradeaus eben gesperrt war (am besten vorher informieren, ob die Sperrung noch vorhanden ist).

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Im Wald: Frühlings-Platterbse

Der Weg führt noch ein Stück durch den Wald hinauf auf Feldwege um den Bergrutsch zu umgehen, nach ca. 1km geht es dann wieder Richtung Wald/Schlucht. Nach kurzer Zeit dann beginnt der Weg entlang den Felsen, es geht also hoch hinaus. Die Landschaft ist wunderschön, die klare Wutach weckt die Lust baden zu gehen oder noch ein wenig zu verweilen. Viele verschiedene Schmetterlinge tänzeln in der Luft, machen hin und wieder eine kleine Verschnaufpause auf einer bunten Blüte und stärken sich an ihr.

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Kleiner Kohlweißling

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Der Weg entlang der Wutach führt mal hoch über sie, an den Felsen entlang, mal unten am Wasser und ist dadurch abwechslungsreich. Ein erster Grill- bzw. Rastplatz ist an der Schurhammerhütte vorhanden (einer Schutzhütte), der zweite Rastplatz findet sich im ehemaligen Kurort Bad Boll. Übrig geblieben sind ein paar Mauerreste, eine Ruine auf dem Berg und eine halb verfallene Kapelle, die wohl wieder aufgebaut werden soll, zumindest sind Baugerüste installiert. Für Urbex/Lost Places-Fans ist diese Tour also besonders interessant.

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Wer nicht die ganze Tour bis zur Schattenmühle (oder noch weiter, der Schluchtensteig umfasst 118 km insgesamt) machen möchte oder kann, hat die Möglichkeit den Wanderbus zurück zu nehmen: Vom ehemaligen Bad Boll sind es ca. 1,3 km nach Boll, einem kleinen Örtchen und einer entsprechenden Haltestelle. Die Wartezeit kann man in einem Gasthaus versüßen (Öffnungszeiten siehe hier). Diese Strecke – von der Wutachmühle bis Boll – beträgt ca. 10 km.

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Resi

Cat-Content oder: Die Kunst, sich nicht beirren zu lassen

Phänomen Cat Content

Das Internet wird regiert von Katzenvideos und anderem ‚Cat-Content‘, zu deutsch: „Inhalte, die Katzen thematisieren“. Es gibt mittlerweile einen entsprechenden Wikipedia-Artikel für das Phänomen; 2016 fand sogar zum ersten Mal das Internet Cat Video Festival in Düsseldorf statt; laut Wortfeld definierte der Duden (2004) ein Weblog, kurz ein Blog, als „Internettagebuch mit Katzenbildern“.

Es gibt vermutlich nicht einen Menschen, der noch nie Cat Content gesehen hat. Wie populär (und gewinnträchtig) das Phänomen ist, zeigt auch die Tatsache, dass Katzen verstärkt in Werbung als Sympathieträger dienen sollen: BonprixÜberfliegerIkea, Toyota, Top 10 bei Horizont.

Feline Prominenz, wie Grumpy Cat, Venus – The Two-Faced Cat oder Choupette Lagerfeld – Grumpy Cat wurde sogar in Wachs bei Madame Tussaud (San Francisco) und in einem Film verewigt – versammelt Massen von Fans um sich und generiert nebenbei wohl nicht unerhebliche Einnahmen.

Auch merkwürdige Reaktionen auf Salatgurken werden seuchenartig verbreitet, knapp zweistündige Videosammlungen erreichen millionenfache Klickzahlen, auf das politische Zeitgeschehen (amerikanische Präsidentenwahl) wird durch Katzenbesitzer bildstark und humorvoll rekurriert (Trump your Cat, Frisur von Trump an Katzen).

Von Katzen und Menschen

Katzen sind allgegenwärtig und universell einsetzbar: Während das Internet bekanntlich von kurzlebigen Hypes beherrscht wird, bleiben die Sympathieträger Katzen dagegen erstaunlich beliebt – durch die Zeiten. Ein Blick in entsprechende Publikationen zeigt, dass diese Katzen-Manie kein rein digitales Phänomen ist, sondern auch schon im Zeitalter der Hieroglyphen und Pharaonen bekannt war. Im alten Ägypten wurde die Göttin Bastet, Tochter des Sonnengottes, in Katzengestalt dargestellt. Wer Katzen tötete, soll damals selbst mit dem Ableben bestraft worden sein. Starb eine Katze im Haus, rasierte man sich die Augenbrauen ab und ließ sie einbalsamieren, berichtet Herodot (Absatz 66/67, 2. Buch).

Die christliche Verfolgung von Katzen dagegen zeigt, wie bewegt das Leben mit den Raubtieren war und wie kulturspezifisch das Phänomen ist. Im Abendland sind viele Tiere, auch Fledermäuse beispielsweise, eher Symbol für Unglück und das Böse (Gefährten des Teufels, Dracula, Vampire usw.). In Asien sind diese Tiere oftmals positiv besetzt. Maneki-neko dürfte vom Begriff her den wenigsten etwas sagen, die winkende Katze aber kennen sicher viele Leute:

Katzen in der analogen (Konsum-)Welt

Aus Japan kommen immer wieder schillernde Trends, so auch Katzenbars, Hello Kitty oder ein Übersetzungsgerät für die miauenden Mitbewohner. Tierhalter mit dem entsprechenden Kleingeld können sich sogar gemeinsam betrinken, es gibt Katzen (- und auch Hundewein). Die Getränke enthalten selbstverständlich keinen Alkohol, sondern Katzenminze, womit sich Vierbeiner auf ungefährliche Weise berauschen können. Diese Beispiele als Vertreter schier unbegrenzter Konsummöglichkeiten sind sicher kein Phänomen, das auf Katzen beschränkt wäre, sondern Ausdruck der globalen Wirtschaft und den schier unbegrenzt scheinenden Wertschöpfungspotenzialen. Wovon Alchimisten zu allen Zeiten geträumt hatten – der Umwandlung wertlosen Metalls zu Gold – scheint nun Realität geworden zu sein.

Die Kunst, sich nicht beirren zu lassen

Der asiatische Aberglaube, Katzen brächten Wohlstand (Maneki-neko), dürfte sich für die jeweiligen Unternehmer – also z.B. dem „Frauchen“ von Grumpy Cat (rund 100 Millionen Dollar sollen es sein) – bewahrheitet haben. Frühere (analoge) Unternehmensberater oder Kreditgeber hätten insgeheim wohl die psychische Gesundheit von solchen Menschen angezweifelt. Bei vielen Pionieren findet sich zu Beginn eine wahnwitzig wirkende Idee, die gegen Widerstände aller Art verteidigt werden muss. Bei digitalen Hypes dagegen wirkt es oft wie ein Selbstläufer, der nur eine gewisse Schwelle erreichen muss, um vollends einzuschlagen.

Für uns Konsumenten gilt es dagegen, ungeachtet der erschlagenden Masse an Cat Content, nicht das Wesentliche aus den Augen zu verlieren.

Beppo posiert wie ein Profi

Beppo posiert wie ein Profi

Ursachenforschung

Warum sind die Leute bloß so verrückt nach Katzen? Beim Handelsblatt argumentiert man so: „Im Netz erzielen Katzenvideos oft Millionenaufrufe. Kein Wunder: fast 13 Millionen Katzen haben deutsche Bürger bei sich aufgenommen. Das erklärt auch den Social-Media-Hype um so manch eine Katze.“ Aha. Erklärt das überhaupt etwas? Leute mögen Katzen im Netz, weil sie welche daheim haben? Beim Lokalkompass kommt der Autor zum Schluß, dass Cat Content für einen hohen Aktivierungsgrad sorge, also viele positive Gefühle oder kurz Wohlbefinden. Der Autor von Horizont befragte einen Medienpsychologen, der Katzen mit Schokolade und Kindern vergleicht: Beides mögen Menschen instinktiv, im Internet könne man Cat Content sich häppchenweise einverleiben (sogenanntes Mood Management wird also betrieben). Das klingt schon eher plausibel, wie ich finde. Und N24 bringt es für mich kurz und knapp auf den Punkt: „Wieso gerade Katzen? Weil sie anders sind als alle anderen Tiere“. Das Kindchenschema allein reiche nicht aus, das hätten andere Tiere ja auch zu bieten, wie  nachvollziehbar argumentiert wird. Katzen seien nicht so „langweilig“ wie andere Haustiere und hätten viele erstaunliche Eigenschaften. Das übliche Pokerface von Katzen ist nur selten durchschaubar, daher seien solche „seltenen Momente“ kostbar. Im Netz finden sich aber meiner Erfahrung nach nicht nur aussergewöhnliche Videos, sondern ganz oft auch einfach alltägliches Verhalten, daher würde ich jenes Argument eher ablehnen. Das Mysterium Katze sei eine geeignete Projektionsfläche für den Menschen oder verzerrtes Spiegelbild ihrer selbst, heißt es weiter. Ja, die meisten Menschen möchten sicherlich auch unverwechselbare Charakterköpfe, frei und unabhängig sein. Hübsch, elegant und graziös sein. Mehrere Leben haben, von allen geliebt werden. Und: Den Menschen glauben machen, er beherrsche uns und nicht umgekehrt.

 

Für Katzenfans oder eigene Nachforschungen hier noch einige Links:

Cat-Content beim Hessischen Rundfunk in den 70ern

Kontrovers diskutierte Seite: Cats That Look Like Hitler!

Kunst: Katzmonauten

Misao und Fukumaru (alte Frau und ihre ungewöhnliche Katze, Fotografien von Miyoko Ihara)

Fotografien von der Katzeninsel in Japan (Fubirai)

„Bergsteigende“ Katze (englisch)

Katzenschnurren – NoiseGenerator

Zeichentrick: Simon´s Cat

Lustige Katzenbilder: lolcats

Katzenvideos mit zufälliger Musik: Procatinator

Netzkultur: Nyan Cat

 

 

 

Junge Blaumeise

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

Seit letzten Winter interessiere ich mich ja ganz besonders für die Ornithologie, also Vogelkunde. Auf dem Balkon füttere ich diverse Arten Wildvogelfutter (Körner, Fettmischungen, Energierollen usw.), biete Trink- und Badestellen an und habe diverse Futtersysteme installiert (Futtertische für das Fenster, Aufhängesysteme usw., alles von Vivara selbst gekauft, falls jemand sich auch eindecken möchte. Da dieser Versandhandel mit dem NABU und auch anderen Naturschutzorganisationen zusammenarbeitet und von diesen empfohlen wird, empfehle ich ihn gerne unentgeltlich weiter!). Ich habe auch spezielle Zeitschriften abonniert, Vogelbestimmungsbücher daheim und beobachte also gerne das Treiben vor dem Fenster.

Kernbeißer

Kernbeißer

Je nach Jahreszeit wechseln auch die Besucher, die Kernbeißer-Familie war z.B. eher im Frühjahr/Frühsommer da, der Buntspecht ebenfalls. Lediglich die Kohl- und Blaumeisen sowie Kleiber sind regelmäßig und dauerhaft da, sie haben sich schon an mein reichhaltiges Büfett gewöhnt.

Buntspecht in Backnang

Buntspecht

Im Frühjahr bzw. Frühsommer sind auch die Meisen mit ihren Jungen gekommen, die sie weiter gefüttert hatten. In einem früheren Blogbeitrag  wurden bereits einige dieser Fotos gepostet und auf die Vorteile von Ganzjahresfütterungen verwiesen.

Bettelnde Jung-Kohlmeise

Bettelnde Jung-Kohlmeise

Das faszinierende an dieser neuen Leidenschaft ist jedenfalls die Tatsache, dass die Welt differenzierter wird. Man lernt so viel Neues, entdeckt direkt vor dem eigenen Küchenfenster eine neue Welt kennen, von der man bisher nichts geahnt hatte.

Sumpfmeise

Sumpfmeise

Die Kohl- und Blaumeisen stellen beim Landen ihre Kopffedern kurz auf, was einem Irokesen-Schnitt gleicht. Befindet sich bereits eine Meise auf dem Futtertisch, „verteidigt“ sie gerne das Futter, indem sie die Flügel halb ausbreitet, um sich größer zu machen. Dann „tänzelt“ sie vor dem Kontrahenten und droht ihm, der diese Geste oft auch erwidert.

Kleiber

Kleiber

Einzelne Vögel werden zu unverwechselbaren Charakteren: Der Kleiber ist ein besonders rabiater Geselle, der selten andere Vögel am Futterplatz duldet. Er scheucht die Meisen zuerst vom Tisch, bevor er mit dem Sammeln beginnt. Viele Vogelarten haben eine spezielle Art, sich zu bewegen. Mit der Zeit kann man schon von weitem unterscheiden, wer im Baum hüpft oder klettert. Eichelhäher beispielsweise „schleichen“ sich Stück für Stück heran, beobachten alles ganz genau, bevor sie sich heran trauen. Sieht man sie direkt an, kommen sie nicht, schielt man dagegen unauffällig, holen sie sich am liebsten Erdnüsse.

Eichelhäher

Eichelhäher

Mit der Zeit kennt man viele Arten, freut sich dann besonders über Neuentdeckungen und seltene Gäste, wie z.B. die Mönchsgrasmücke, auch wenn das Foto nicht besonders toll ist.

Männliche Mönchsgrasmücke

Männliche Mönchsgrasmücke

Ereignisse in der Vogelwelt, wie der Vogelzug, der momentan in Brandenburg für die Kraniche seinen Höhepunkt erreicht, sind in der Urlaubsplanung für 2017, spätestens 2018, vorgemerkt. Nähere Ziele für die Vogelbeobachtung sorgen für Vorfreude, dafür reicht schon ein Wochenende aus, zugleich verbringt man Zeit in der schönen Natur und bewegt sich (etwas). In Süddeutschland bzw. Baden-Württemberg sind der Federsee, die Wagbachniederung (zwischen Mannheim und Karlsruhe) oder das Naturschutzgebiet „Taubergießen“ (zwischen Freiburg und Offenburg) gute Beobachtungsplätze für Vogelfreunde. Diese Seite zeigt alle Birdingspots von Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Bodensee und der Nordsee mit den jeweiligen zu beobachtenden Arten: Birding Germany

Hier kann man von seltenen Beobachtungen erfahren oder sie selbst melden: Club 300

Der nahende Winter stellt für alle Wildtiere eine außergewöhnliche Belastung dar, Nistkästen können Vögeln helfen, diese Zeit zu überstehen. Sie nutzen die Häuschen auch, um sich vor Wind und Wetter zu schützen. Wer kann und möchte, stellt bitte saubere und stabil befestigte Vogelkästen bereit, die für Katzen oder andere Prädatoren nicht zu erreichen sind. Wer ein Herz für Vögel und handwerkliche Fähigkeiten hat, kann Nistkästen auch selber herstellen.

Im Frühjahr ist es dann endlich wieder soweit, dann können u.a. Uhus beim Balzen, Brüten und der Jungenaufzucht bequem am Bildschirm verfolgt werden: Tier-Webcam-Sammlung

Siehe auch den Beitrag zur Vogelwelt auf Helgoland: Vogelparadies Helgoland

In Schweden ist der Tåkern See ein empfehlenswerter Birding Spot – Reisetipp für Vogelinteressierte

Jugendlicher Höckerschwan

Was Wasservögel, Psychologie und Märchen miteinander zu tun haben

Jugendlicher Höckerschwan

Jugendlicher Höckerschwan

Der gleichnamige Fluss in Nagold bietet für allerlei Wasservögel einen Lebensraum, für die Bewohner der Stadt eine gute Möglichkeit, diesen bequem zu beobachten. In meiner Heimatstadt liebte ich es bereits im Kindesalter Enten und Co. zu besuchen.

Höckerschwan

Höckerschwan

Hier könnt ihr die schönsten Aufnahmen von vergangenem Sonntag sehen.

Die unzertrennlichen Geschwister der Höckerschwäne

Die unzertrennlichen Geschwister

Ich kann gut verstehen, dass Schwäne in vielen Kulturen eine Rolle spielen und schon lange Menschen faszinieren, Begriffe wie Schwanengesang, das Ballett Schwanensee von Tschaikowsky u.ä. beweisen dies. Die Vögel sind für mich auch besonders reizvoll und ein beliebtes Fotomotiv. Das Märchen vom Häßlichen Entlein habe ich als Kind geliebt, danke an Hans Christian Andersen fürs Schreiben und danke Mama fürs (vermutlich) hundertfache Vorlesen…

Bei dem dänischen Autor kommt die Literaturpsychologie ins Spiel: Andersen soll selbst ein „häßliches Entlein“ gewesen sein, in armen Verhältnissen geboren, soll er sich selbst oft ausgestoßen gefühlt haben (Duve/Völker: Lexikon berühmter Tiere, Frankfurt a. M. 1997, S.299). Vielleicht konnte der Weltruhm diese vergangene Schmach etwas kompensieren…

Gefieder-Geschwader im Anmarsch

Gefieder-Geschwader im Anmarsch

Aber es gibt nicht nur Schwäne, sondern auch Blässhühner, Stockenten und andere Wasservögel.

Guter Fang

Guter Fang (Zwergtaucher?)

Diesen erfolgreichen Fischer konnte ich nicht bestimmen, leider. Wer helfen kann, schreibe mir gerne.

Blässhuhn-Familie

Blässhuhn-Familie

Wasseramsel

Wasseramsel

Wasseramsel auf der Lauer

Wasseramsel auf der Lauer

Links für die, die jetzt richtig Lust auf Märchen bekommen haben:

Eine günstige Gelegenheit, sich mittels einer alten Geschichte aus der Kindheit, an vergangene Zeiten zu erinnern. Die neuerliche Lektüre kann auch neue Interpretationen mit sich bringen, womöglich erkennt man auch jetzt im Rückblick, was genau einen an einer Lieblingsgeschichte besonders angesprochen hat.

Tier-Webcam Sammlung

In einer freien Minute gucke ich gerne „Webcam-TV“, am liebsten die Uhucam, Schneeleos oder Siebenschläfer.

Da kam mir doch unlängst die Idee, hier eine Linksammlung für tolle Tier-Webcam-Seiten zu starten. Die Linkliste wird ergänzt werden, wenn machbar. Viele Vögel sind zwar schon ausgeflogen, aber die Cams gibt es jedes Jahr – nächstes Frühjahr also geht es dann gegebenfalls weiter. Aktuell sind z.B. noch die Schneeleos, Schleiereulen und Siebenschläfer am wachsen und gedeihen bzw. beobachtbar.

Viel Spaß mit den Cams!

Uhu-Cam der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

Uhu-Cam der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e.V.

 

Uhu-Cam (EGE) Deutschland

Siebenschläfer (NABU/BUND) Deutschland

Diverse Vögel, z.B. Turmfalke/Dohlen (LBV) Deutschland

Diverse Vögelcams, z.B. Schleiereulen/Störchen (Holländische Seite, Niederländischer Vogelschutz) -> Ganz oben auf der Seite sind die verschiedenen Cams, z.B. „Kerkuil“ – Schleiereule. Niederlande

Webcam Link-Sammlung des NABU (viele verschiedene Vögel/Seehunde/Schneeleos) Deutschland

Update 2017:

NABU: Waldkauz-Webcams (Vogel des Jahres 2017) Deutschland

Audubon/Explore.org: Papageientaucher in Maine/USA (National Audubon Society: Non-Profit Umweltorganisation, benannt nach John J. Audubon, einem Ornithologen/Naturforscher)

Vivara Webcams (Beitragsbild: Eisvogel Cam dieses Anbieters, zugleich auch Versandhändler von Naturschutzprodukten)

Wer noch Cams kennt (bitte nur seriöse Inhaber, die sich z.B. auch für den Schutz der gezeigten Tiere einsetzen), ich freue mich über eure weiteren Links. Danke.

 

 

 

 

 

Zu Vögeln

Zu Vögeln lässt sich viel sagen, vor allem, wenn man viel über sie weiß. Ich möchte dagegen erst mal meine Bilder sprechen lassen. Das ist genau das richtige für einen bewölkten Sonntag, meiner Meinung nach.

#vögelbeobachten #meditativ

Kernbeißer

Kernbeißer

Bettelnde Jung-Kohlmeise

Bettelnde Jung-Kohlmeise

Rush-Hour am Meisenknödel

Rush-Hour am Meisenknödel

Junge Blaumeise

Junge Blaumeise

Kleiber am Vogelbad

Kleiber am Vogelbad

Amsel im Frühlingsbaum

Amsel im Frühlingsbaum

Anmerkung: Ornithologen zufolge soll man Vögel das ganze Jahr über füttern. Siehe hier einen Artikel: Vögel füttern

Wasser anzubieten ist aber auch wichtig, bei allem sollte man jedoch auf Hygiene achten. Die Gefiederten werden es ihnen danken, allein schon durch die Tatsache, dass man sie dann auch wunderbar beobachten kann!