Jeder kennt den Spruch „Träume nicht Dein Leben, sondern lebe Deine Träume“. Genau das habe ich getan, habe meine Sachen gepackt und bin für drei Monate nach Helgoland – ans MEER. Denn mein Traum war es schon immer am Meer zu leben. So weit, so gut. Ich bereue es nicht, keine Sorge. In einer Woche ist meine Zeit sogar schon vorbei hier, dann geht es noch in den Urlaub. freu Es geht weiter in den Norden, nach Dänemark und Schweden, wo sicher auch der ein oder andere Blog-Beitrag entstehen wird…

Ich habe die Zeit hier in Helgoland jedenfalls genossen, es war eine wertvolle Erfahrung für mich und ich habe viel gesehen und gelernt. Ich weiß nun, dass ich ganz gut alleine klar komme, das stärkt natürlich das Selbstvertrauen. Es ist schließlich schon ein Schritt, irgendwo in der „Fremde“ neu anzufangen sozusagen. Und nicht zu vergessen, manche Leute können ja auch gar nicht alleine sein und sich alleine beschäftigen. Für mich – kein Problem. Allerdings ist es auch so, dass wenn sich ein Traum erfüllt (bei Chinesen wird ein Traum „rund“), eine Leerstelle zurückbleibt. Solange Du von etwas träumst, hast Du ja diese tolle, wunderbare Vorstellung, ein Ziel, auf das Du hinarbeitest. Und natürlich ist es auch so, dass alles Tolle bei entsprechender Gewöhnung Alltag und damit normal wird. Nichts Besonderes mehr.

Vielleicht hat mich inzwischen auch das Heimweh gepackt, ich weiß es nicht. Da ich noch nie wirklich Heimweh hatte, weiß ich gar nicht, wie sich das anfühlt. Du lachst? Mag sein, viele Gefühle oder Emotionen erkennt man ohne Probleme. Aber ist es nicht auch oft seltsam diffus, was gefühlt wird? Oder am Anfang könnte Heimweh sich doch auch äußern, indem man alles schlecht redet…Gefühle lernt man, andere erzählen Dir als Kind wie Du Dich fühlst und benennen es. Gefühle lernt man so mittels Spracherwerb. Einfache Gefühle, wie Hunger oder Angst, klar, die erkennt jeder. Aber was ist eben mit solchen „komplexen“, wie Heimweh? Basorexia – das dringende und überwältigende Bedürfnis zu küssen – aus dem griechischen, gibt es im deutschen nicht einmal. Diese Emotion dürfte sogar noch leicht erklärbar sein und dennoch, es gibt kein deutsches Pendant (weitere Beispiele siehe hier http://www.huffingtonpost.de/2014/01/02/wortschatz-bedeutung-woerter-die-in-der-deutschen-sprache-fehlen_n_4530334.html ). Sprache ist aufschlußreich: es gibt „Minderbemittelte“, „Wohlhabende“, aber „genughabend“ – auch das findet sich nicht im alltäglichen Gebrauch. Motzer, Meckerliese, Nörgler – kennst Du das Gegenteil? Ist die deutsche Sprache etwa pessimistisch?

Ich denke, ich empfinde auf jeden Fall Sehnsucht. Sehnsucht nach einem neuen Traum, für den ich bereit bin, etwas zu wagen. Ins kalte Wasser zu springen. Wobei mir die Nordsee fast zu frisch ist…Ich will ans Mittelmeer…

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